Neuengland - Urlaub und Reisen

 

Wer in die USA reisen möchte, der erreicht von Europa aus am schnellsten Neuengland. Diese amerikanische Region gilt vielen als der Inbegriff der Geschichte der USA. Menschen, die im Urlaub Kultur und Natur finden möchten, sind hier genau richtig. Hier haben die Vereinigten Staaten ihre Wurzeln und überall in den Bundesstaaten Connecticut, Rhode Island, Massachusetts, Vermont, New Hampshire und Maine findet man allerhand historische Zeugnisse. Gemeinsam mit Virginia (wo die erste Siedlung entstand) rühmt man sich hier, die Wiege der Nation zu sein.

indian summer

Neuengland: Für leuchtende Herbstfarben weltbekannt (c)

Besonders bekannt ist natürlich Boston, die Hauptstadt von Massachusetts. Die Bostoner Teaparty leitete 1773 den Kampf um Unabhängigkeit von den Briten ein. Entlang des Freedom Trail, einer roten Markierung auf dem Bürgersteig entlang einiger wichtiger historischer Zeugnisse, kann man sich in die Geburtsstunde der USA nachempfinden. Boston selbst ist eine Stadt die besonders von den vielen europäischen Einwanderergruppen geprägt ist, insbesondere aber von den Iren und Italienern. Hier gibt es Irish Pubs und italienischer Bäckereien, genauso wie die Paraden und Festlichkeiten zum St. Patrick´s Day, dem traditionellen Fest der Iren.

Ansonsten hat jeder Bundesstaat Neuenglands seinen eigenen Charakter und sein eigenes, typisches Flair. Sehenswürdigkeiten gibt es hier reichlich und die eigenartige Mischung aus alter und neuer Welt vereinen sich hier zu einer einzigartigen Region. Die imposanten Gebirgs- und Wüstenlandschaften, die weiten Ebenen der Prärie und die Regenwälder an der Westküste findet man hier nicht. Auch nicht das subtropische Klima Floridas oder die Vulkane und Subtropischen Pflanzen Hawaiis. Neuengland besticht vielmehr durch weite Nadel- und Laubwälder, Seen, pittoreske Dörfer, historische Zeugnisse und Landgüter. Auch gibt es hier herrliche, weite Sandstrände die im Sommer durchaus mediterranes Flair vermitteln, die Häfen und Yachtclubs sowie schöne Marinas laden ebenfalls zum wohlfühlen ein.

Der größte Staat ist Maine, hier findet man am meisten Natur und wenig Städte. Bekannt ist Maine auch für seinen Lobster, den schmackhaften Hummer. Im Sommer kann man Seen, Flüße und Wälder zu Fuß als Wanderer oder mit dem Kanu erkunden. Faszinierend ist der Acadia-Nationalpark mit seinen Wäldern und Felsenküsten. Auch angeln macht in den fischreichen Gewässern hier Spaß. Freunde des Autor Stephen King, der aus Portland stammt, werden hier einiges aus seinen Büchern wiederentdecken. New Hampshire und Vermont schließen sich südlich von Maine an. Sie sind wesentlich kleiner, Vermont besticht durch grünes Farmland und ist noch heute geprägt von Landwirtschaft. New Hampshire ist bekannt durch die weißen Berge und den Mount Washington.

Außerdem zahlt man hier u.a. keine Umsatzsteuer und die Menschen gelten als sparsam. Massachusetts ist nicht nur für Boston bekannt, sondern auch für die Zeiten der Mayflower und der Pilgerväter. Connecticut ist zweigeteilt, der Süden ist zum Teil schon Einzugsgebiet von New York, andere Counties dagegen wieder typisch Yankee und Neuengland. Rhode Island, der kleinste Bundesstaat von New England und von den ganzen USA stark von Häfen, Stränden und Atlantik geprägt sowie von der interessanten City Providence. Auch wenn es der kleinste Staat ist, gibt es im Ocean State einiges zu entdecken.

Neuengland hat eigentlich für jeden etwas zu bieten, und besonders der Indian Summer (Foliage) ist die Hochsaison für die Region, denn dann pilgert viele Amerikaner hierhin um die strahlenden Wälder in buntem Laub und tollem Licht zu besuchen. Thanksgiving wird hier großgeschrieben und dann treffen sich die Familien auf ihren teilweise imposanten Landgütern zum jährlichen Familienfest und Erntedank. Neuengland, ein amerika wie aus dem Bilderbuch!

Linktipp:

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